Gasvolumenmessung im Laborumfeld

Die Geräte im Labor, Nichtautomatische Systeme

  

Messgeräte für manuelle Füllung und Ablesung

Im Folgenden stellen wir Ihnen Basisgeräte für die Volumenmessung vor.
Diese Geräte werden primär für Flüssigkeiten und Feststoffe eingesetzt. Wie für andere Messsysteme gilt auch hier: das Volumen, das nicht von einer Flüssigkeit oder einem Feststoff besetzt ist, ist mit Gas gefüllt.

 

Messzylinder und Messkolben:

 

Manuelle Füllung und manuelle Ablesung

 

  • Die Spritze

 

Das Gasvolumen wird manuell in die Spritze gesaugt und das Volumen wird über den Kolbenboden an der Skala des Spritzenzylinders abgelesen.

 

 

Automatische Füllung und manuelle Ablesung

 

  • Der Kolbenprober

 

Der Kolbenprober ist eine besondere Bauform  der Spritze. Kolben und Messzylinder sind aus Glas gefertigt und extrem genau geschliffen. Die Toleranzen sind so gering, dass beide Teile gasdicht miteinander schließen, die Reibungskräfte aber sehr gering sind. Dadurch kann die die Veränderung des Gasvolumens in einem verbundenen Gefäß den Kolben im Messzylinder ohne fremdes Zutun bewegen. Der notwendige Innendruck zur Bewegung des Kolbens ist bei einem einwandfreien System sehr gering. Schon geringe Verunreinigungen können die Gleiteigenschaften negativ beeinflussen.

 

  • Gasmaus
  • Eudiometerrohr

 

bei Auch bei den Standardanordnungen Eudiometer, Gasmaus, Müllersche Gasmessglocke u. ä. erfolgt die Gasfüllung des Messzylinders automatisch, die Ablesung der Messwerte erfolgt manuell. Hier ist der Messzylinder bei Versuchsbeginn allerdings mit einer Sperrflüssigkeit gefüllt, die dann durch das entstehende Gas aus dem Messzylinder verdrängt wird. 

 

Die Systeme sind i.d.R. nicht drucklos. Bei der Ablesung muss der Druck manuell ausgeglichen werden oder der Druckunterschied muss bei der Versuchsauswertung rechnerisch ausgeglichen werden. Ein weiteres Problemfeld sind Absorption und Diffusion von bzw. durch die Sperrflüssigkeit. Die in der Anwendung befindlichen Systeme mit Eudiometerrohren und Ausgleichsgefäßen erzeugen nicht selten Drücke von ±40 mbar auf das Versuchsgefäß.

 

 

  • Müllersche Gasmessglocke

 

 

 

Automatische Füllung und halbautomatische Ablesung

 

  •      Gassack und Trommelgaszähler

 

Es handelt sich hier um Verdrängungszähler. Ein Fluid wird durch das entstehende Gas aus Kammern verdrängt und die Auftriebskräfte des Gases lösen eine mechanische Aktion aus (Rotation). Die Rotation wird über ein Getriebe an einen Zeiger und ein Zählwerk übertragen. Der Zeiger wandert über eine Skalenscheibe und zeigt das Gasvolumen an.

Trommelgaszähler eignen sich aufgrund ihrer Größe und Bauform nur für größere Gasvolumenströme wie sie in Fermentern der 50l-Klasse im kontinuierlichen Betrieb entstehen. Bei kleineren Reaktoren oder Versuchen im Batchbetrieb kann das Gas in einem Gassack aufgefangen werden, um dann diskontinuierlich mithilfe einer Gaspumpe durch den Trommelgaszähler befördert zu werden


 

Zu den automatischen Systemen zur Gasvolumenmessung gelangen Sie hier.

 

Möchten Sie unser Messsystem kennenlernen? Hier ist der Link zu BIAGFLOW.